Hämorrhoiden und anale Probleme
Es müssen nicht unbedingt Hämorrhoiden sein. Anale Probleme können auch durch ein Einreissen der Schleimhaut entstehen. Es kann dann leicht zu Blutungen und Schmerzen kommen. Juckreiz kann außerdem durch einen Pilzbefall oder ein Ekzem entstehen. Lezteres ist am Leichtesten mit Medikamenten und Salben zu behandeln. Neue Therapien beim Schleimhautriß sind die Nifedipinsalbe und Botox. Beide sollen den Schließmuskel entspannen. Allerdings: Vorsicht! Zu viel des Guten kann den Schließmuskel auch lähmen.
Hämorrhoiden können mit der schonenden Methode HAL operiert werden, auch Hämorrhoidenarterienligatur.
Dabei werden die Arterien im After mit einem Dopplergerät aufgesucht und umstochen. Meistens wird zusätzlich noch der Enddarm gerafft (RAR).
Eine Durchtrennung des Hämorrhoidalpolsters kann mit der Methode nach Longo erzielt werden (zirkuläre Klammernahtreihe).
Dabei kann auch ein zu langer Darm gekürzt werden (STARR). Das ermöglicht vor allem Frauen wieder eine koplette Entleerung.

